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Die Steinkreuze vor der Clus bei Schöningen

Vor der alten Clus bei Schöningen stehen im Garten vor den Clusgebäuden zwei alte Steinkreuze.


Das erste Steinkreuz vor der Clus in Schöningen Das erste Steinkreuz, dessen linke Vorderseite beschädigt ist, weist am rechten Kreuzende Überreste von waagerecht verlaufenden Zahlen oder Buchstaben auf, die aber leider nicht mehr zu deuten sind. Am Unterteil des Kreuzes treten verschiedene von oben nach unten gehende Rillen auf, die vielleicht als Falten eines Gewandes zu deuten sind.


Das zweite Steinkreuz, erkennbar ist der Rundbogen mit darunter liegender Inschrift Auf dem zweiten Steinkreuz, das in etwas besserem Zustande ist als das erstere, erkennt man schwach das Kniebild einer Gestalt. Sie hat den linken Arm in die Seite gestemmt und ein faltenreiches Gewand an. In einem Rundbogen oberhalb der Figur befindet sich eine Inschrift, die leider nicht mehr zu entziffern ist. Von oben nach unten verlaufende Schriftzeichen scheinen eine Jahreszahl anzudeuten, die ebenfalls nicht mehr zu lesen ist.

Eine bei den Steinkreuzen durchgeführte Grabung im Mai 1938 verlief ergebnislos.

Karl Rose, der verdiente Heimatforscher Schöningens, sagt mit Recht (Schöninger Heimatbuch VII., Kirchliche Verhältnisse etc., Brschwg. 1950, S. 183 f.), es sei anzunehmen, daß diese Steinkreuze ursprünglich an anderer Stelle in der Umgebung der Clus gestanden haben.

Sie werden ihrem ganzen Aussehen nach zu der Gruppe der Sühnemale zu rechnen sein und sind keineswegs mit der jüngeren Zeit der Wildenstein-Leestenschen Stiftung (1668) in Verbindung zu bringen.

Zu bemerken ist hier noch, daß Hoffmann (a.a.O. S. 49) nur ein Steinkreuz im Clusgarten vor Schöningen erwähnt.

Heinz-Bruno Krieger 1955