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Historie der Jakobsmühle

In den vielen Kirchenbucheintragungen des 17. und 18.Jahrhunderts werden die Müller sehr oft als "Müller in der Jakobsmühle" bezeichnet. Diesen Name für die Mühle finden wir noch 1842 im "Braunschweiger Anzeiger", in der eine Besitzveränderung unter:
"die sogenannte Jakobsmühle" bekannt gegeben wird.

In dem alten Hypothekenbuch von Oberlutter wird sie folgendermaßen beschrieben:

"Eine Wassermühle mit 2 Gängen, als einem Mehl- und einem Graupengang. Der Hofraum inclusiv der Gebäude hält 25 Ruthen [1 Morgen = 180 Ruthen], ein Garten hinter dem Hause 46 Ruthen. Das Grundstück war der Fürstlichen Cammer erbenzinspflichtig. Es war ferner mit Zetteltagen, Handdiensttagen belastet. Auch mussten als extraordinären Dienst 1 Morgen Winterkorn gemäht werden. Für die Mühle war ferner Mühlenzins und Hundekorngeld an die herzogliche Cammer der Domänen zu entrichten."

Die Müllerfamilien wechselten häufig.

1761 ist so z.B. Christian Müller der Besitzer.

Ende des 18.Jahrhunderts geht sie in den Besitz des Müllermeister Carl Julius Lecke über.

Im Jahre 1824 kauft Müllermeister Anton Prelle für die Summe von 6.000 Taler das Grundstück. Dieser Prelle war übrigens ein Vorfahr des berühmten Malers Max Beckmann.

1898 erwirbt der Müllermeister Fritz Thönebe die Jakobsmühle.

1914 erwirbt sie der Schmiedemeister Ernst Horenk.

Laut Auflassung vom 31.05.1928 geht die Mühle in den Besitz der Bürgerschule Königslutter über, von der sie Eigentum der Stadt Königslutter geworden ist.

Das Grundstück Mühlenstraße 1 und 2 erhielt 1753 die Brandversicherungsnummer:
"Oberlutter, Nr.ass. 60".

Nach der Eingemeindung Oberlutters in die Stadt Königslutter erhielt das Grundstück die neue Nummer Ass. 471.

Das alte Mühlengebäude wird z.Zt. (1992) als städtisches Wohnhaus genutzt. Es soll, da es sich in einem sehr desolaten Zustand befindet, in naher Zukunft saniert werden.

Heinz-Bruno Krieger