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Vom Kutschenloch im Elm

Verwunschen liegst du am Wegesrand, Kutschenloch, Wasserkulk. -

Nur wenige Lichttupfer des Himmels spiegeln sich auf deinem Wasser. Das Dunkelgrün der Bäume in der Runde vermischt sich mit dem hellen Ton der Schlingpflanzen.

Es glitzert im ewigen Wellenspiel der Wasser, geheimnisvoll, unerforscht...
Das ist der Ort voller Zauber, die Spur der Sage, die sich von Generation auf Generation durch die Jahrhunderte hindurch um diese Wasser rankt...


Das Kutschenloch unter den Eichen - Der Wasserkulk ! Spott und Hohn hatte der reiche Kutschenfahrer für das Gnadenbild der Gottesmutter über, als er in die nahe Stiftskirche der Benediktiner geeilt war, um hier Hilfe für seine Gebrechen zu erhalten. Aber das Böse in ihm war stärker gewesen. Fluchend fuhr er von dannen...

Die Blitze zuckten, der Donner grollte - in wilder, rasender Fahrt war das Gefährt hineingerast, in den Höllenschlund, der sich plötzlich, unerwartet vor ihm auftat.

Fromme Menschen bleiben seitdem hier stehen, verweilen einen Augenblick - und beten ein Vaterunser...

Heinz-Bruno Krieger