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Fritze Voßmeyer

In der Klus, vor dem Braunschweiger Tor, wohnte Fritze Voßmeyer. Er arbeitete bei Lumpensammler Wedekind und sammelte Lumpen und Knochen.

Fritze hatte einen alten Gaul, den er vor den kleinen Wagen spannte. Das Pferd war aber ein alter Klepper, an dem man die Rippen zählen konnte.

Die lutterschen Jungen hielten den Wagen hinten fest und dann schimpfte und schlug Fritze nach allen Seiten, das Pferd kam aber nicht mehr weiter.

Fritze hatte rote Haare, darum ärgerten sie ihn. Wenn er aber durch die Straßen zog und mit seiner schrillen Stimme "Lumpen, Knochen und Papier" rief, hat er manches Wurstende und manchen Pfennig zu schlucken bekommen.

Einmal hatten sie Fritze auf dem Lutterspring tüchtig mit Branntwein und Bier traktiert. Er hatte sich bis oben hin voll laufen lassen.

Wie er nun nach Hause ging und fast da war, torkelte er in den Graben und ertrank vor seiner Haustür in der Heidteichsriede. Er war mausetot.

Nach Heinz-Bruno Krieger