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Dä Miänekenhupen


Das Amtsgericht zur damaligen Zeit Frollein Alma staiht vorren Amtsjerichte in Lutter, wejen aine Alimentenklage. - Sai hat hr veiertet, unehelijet Kind e'krejen, un nu sall von' Richter d Vaderschaft e'klrt wren.

Da sitt se nu alle inne Runne, d ganzen veelen Honoratschioren ut Stadt un Land. Wat, seggt d ole Notar Kothe, wie e' in' Saal rinner kmmt, da sitt ja taugar mien ole Brovorsteiher Mnne Starke midde oppe Anklagebank, da kann ick mick man hille wer na Huse begewen.

Nee, nee, nu bliewet sai man ruhig hier, seggt Amtsrichter Piepchen Helle, dat ward noch ne kriemije Verhandlunge. -
Ja, Frollein Alma, nu sejjet sai doch man mal ehrlich ut, wer is denne nu d Vader von dn lttjen Erdenbrger? - Sai mttet doch nu alleen wetten? - Ainer mott et doch von all den anwesenden Herren e'west sein, d sai hier annejewen hett, un wo sai wat midde tau daun e'haft hett? -

Frollein Alma kieket sick taun sau un sau veelsten male inne Runne rummer, sai schddelt midden Koppe, un seggt:


Das Amtsgericht zur damaligen Zeit ja, Herr Amtsrichter, datt will ick jch mal sejjen, hett sai sick schon mal midden blanken Hintersten in Minekenhupen rinner e'sett, un knnt sai mick denne sejjen, wecket Mineken sai e'betten hat? - Ick glowe, dat knnt sai jenau sau wenig, wie ick ok; - ja awer Herr Amtsrichter, kieket sai sick doch dsse Keerels alle d Reihe nach an, ainer mott et doch e'west sien...?

Awer hier moste d ole Piepchen Helle mit sienen Urteil passen. Hai wite ok nich, wecket Mineken Frollein Alma in' Hinnersten e'pieket harre...

Diese Begebenheit wurde mir von Drogist Ernst Schultz erzhlt.

Heinz-Bruno Krieger