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Der Sylvesterzug

Am Kreuzweg in der Sylvesternacht,
der alte Christian Gier. -
Im Dorfe alles jubelt und lacht
Stille und Geisterruhe hier.

Die Glocken schwingen, lauter Ruf
Kündet das neue Jahr! -
Aus dem Dunkel kommt ein langer Zug
- der Seher steht fürbahr. -

Es schreiten Kinder, Männer und Frauen
vorbei in langen Reihn.
Der Alte kann in die Zukunft schaun
- am liebsten möchte er schrein.

Da geht vorbei mit starrem Blick
der Nachbar stark und groß;
ein reicher Mann mit viel Geschick
- fürbaß und blos....

Des Vorstehers blondes Töchterlein
- die neue Puppe im Arm.
An der Hand führt sie den Bruder klein;
ein Bild das Gott erbarm.

Heinz-Bruno Krieger