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Ein Winterabend ...

Ein Winterabend, Schnee, dunkle Nacht.
Uns hat das Grauen ins Gesicht gelacht.
Hinaus gestoßen in Elend und Graus,
Stolpern wir endlos in das Dunkel raus.

Kanonendonner, Rattern, Schrapnell,
Wetterleuchten der Fronten, aufblitzend hell.
Ein weißes Leichentuch die Saaten deckt,
Erbarmungslos die Kälte leckt ...

Frauen und Kinder, Mütterchen und Greis,
Die Flocken fallen, dicht und leis.
Donner grollt, die Front rückt nah;
Ist denn kein Ende, kein Erbarmen da ? -

Leise wiehert ein Pferd, die Hufe stampfen;
Eisverkrustet, silbern die Nüstern dampfen.
Unendlich zieht es in das Dunkel der Nacht.
Schäme mich nicht und weine -
Wer hätte das gedacht ? ...

Heinz-Bruno Krieger