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Jugend

Es steht ein Rosenbusch am Wegesrain,
Ein Hauch wiegt seine Knospen, die noch ungebrochen.
Heut bist Du jung und darfst von Herzen glücklich sein.
Du zählst die Stunden nicht, und nicht der Monde Wochen.

Den Busch umkost ein zarter Duft
Der sich verströmt; die Knospen träumen
Ein weites Ahnen füllt die Frühlingsluft
Und weicher Blätterpflaum die Zweige säumen.

Es kommt der Tag, wo ihn der Wind zerzaust
Wo nackt die Zweige von den Rosen träumen.
Dann schweigst Du still und hörst, wie laut es braust
Und lange Schatten Deinen Weg umsäumen.

Nütze die Zeit, sie eilt so schnell dahin.
Noch blüht der Rosenbusch am Wegesrande
Voll eitler Freude sei Dein Sinn!
Wie schnell verweht die Spur im Heidesande ? -

Heinz-Bruno Krieger