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Kinderzeit.

Ich träume oft und sehne mich zurück,
Nach jener Zeit an Mutters Hand. -
An die Jahre voller stillem Glück,
In meines Vaters Haus, im Kinderland.

Dann seh' ich der Gepielen viel,
Wir alle gingen viele, viele Wege.
Wie seltsam ist doch oft das Lebensziel,
Verlierend sich im dichten Weltgehege.

Die enge Straße und das kleine Haus,
Altes Fachwerk, blanke Butzenscheiben.
Hier gingen schon die Väter ein und aus,
Ich sehe in Gedanken buntes Treiben. -

Zwei blonde Zöpfe und ein Lachen hell,
Des Nachbars Töchterlein von Nebenan.
So mancher liebe, freundliche Gesell,
An den ich mich so gern erinnern kann.

Vom Kirchturm hoch der Glockenschlag
Ruft mich zurück in diese Wirklichkeit.
Was auch Erinnerung in uns erwecken mag,
Am liebsten träume ich von meiner Kinderzeit.

Heinz-Bruno Krieger