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Zauber der Nacht

Ganz leise streicht der Abend durch das Land.
Er zündet an den Mond, die goldnen Sterne.
Es streichelt zärtlich seine Hand,
Die enge Gasse, mit der Gaslaterne.

Die Häusergiebel altersgrau umspielt,
Vom Mondesglanz der Nacht, der lauen;
Ein Käuzchen ruft und fragt gezielt:
Kannst du der Welt, dem Menschenkinde trauen ?

Ein Glockenschlag vom Turm verweht,
Verliert sich in den Mauerzinnen ...
Die Zeit versinkt, die Stunde geht
Und leise Wasser unermüdlich rinnen.

Der Holderstrauch die Dolden wiegt,
Ihr Duft verströmt sich in den Gassen.
Ein Zauber über allen Dächern liegt,
Als könnte man es mit den Händen fassen.

Heinz-Bruno Krieger