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Vergangenheit

Durch das Geäst der alten Kaiserlinde
seh ich den Mond am fernen Himmelszelt
die Wetterfahnen drehen sich im Winde
und Ruhe breitet sich auf Wald und Feld.

Der stille Garten liegt in tiefem Frieden
rings Klostermauern uralter Gestein
der Trauerlinde Zweige sich herniederbiegen
der Humus ist gedüngt von Menschenbein.

Ein Käuzchen ruft und will uns mahnen
tief steigen Schatten voller Heimlichkeit
ein unbekanntes Schauern läßt mich ahnen
wie nahe uns der Odem der Vergangenheit.

Heinz-Bruno Krieger 14.02.1973