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Zwerge in Hoiersdorf

Früher wohnten auf der Hopfenburg bei Hoiersdorf viele Zwerge. Sie haben den Leuten im Dorfe beim Ackern auf den Feldern geholfen, haben bei der Ernte mit gewirtschaftet und waren stets sehr hilfsbereit. Die Menschen bekamen aber die Unterirdischen nie zu Gesicht, denn näherte sich irgendwo jemand, so stiegen die Zwerge in die Bäume hinauf und haben sich in den Zweigen verborgen.

Ein Mann aus Hoiersdorf nun war sehr neugierig. Er sägte die Zweige der Bäume heimlich an. Als nun wieder einmal die Zwerge in die Bäume hinaufsprangen, rissen die Zweige ab und die Zwerge purzelten zur Erde. Da haben die Unterirdischen fortan für die bösen, neugierigen Menschen keinen Finger mehr krumm gemacht.

vgl. Heinrich Pinkernelle, Sagen etc. des Kreises Helmstedt (1961) S. 15 (erzählt von Frau Goedecke sowie von Frau Wille, geb. Müller, Hoiersdorf)