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Der schwarze Kater im Ampleben

Im alten Meyerschen Hofe in Ampleben, der jetzt der Familie Kremling gehört, saß früher des Nachts immer ein großer, schwarzer Kater auf der Mauer. Dieser Kater aber war ein verwunschener Geist, der im Grabe keine Ruhe finden kann.

Kam des Abends spät hier einer vorbei, so soll es nicht selten vorgekommen sein, daß der Kater diesem auf den Rücken gesprungen und sich schleppen lassen hat. Je länger aber der Kater auf dem Buckel gesessen, je schwerer ist er geworden. Erst kurz vor dem Hoftore ist dann der böse Geist plötzlich verschwunden.

Von Altvater Hermann Kremling, Ampleben