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Der Teufelshund an dem Rischbleeke

Als in Königslutter ein junges Mädchen schwer erkrankt war, lief da vor der Tür immer ein großer, schwarzer Tewe vor dem Hause, das am Rischbleek lag, herum. Dieser Tewe war unnatürlich groß, und niemand von den Nachbarn hatte ihn je vorher gesehen.

Die Eltern des kranken Mädchens aber waren Freidenker und wollten von dem lieben Gott nichts wissen. Sie hatten den schwarzen Hund aber vorher auch nicht gesehen. Man hat dann nach dem Tiere geschlagen und selbst nach ihm geschossen, aber der Hund kam immer wieder.

Als das Mädchen dann gestorben ist, wurde der Hund nicht mehr gesehen. Die Leute aber in Lutter haben gesagt, der Tewe sei der Satan selbst gewesen, der sich von den Eltern seinen Lohn geholt habe.

Von Frau Witwe Bolte, Königslutter