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Der tolle Oberst von Weferlingen

Vor vielen Jahren erzählte der alte Ackermann Friedrich Barnstorf in Weferlingen folgendes:
Der tolle Oberst von Weferlingen, der Letzte seines Stammes, hat sich noch oft nach seinem Tode gezeigt.

Manches mal ist er auf seinem Schimmel die Treppen in der Burg zu Watzum hinaufgeritten und hat sein Pferd oben zum Fenster hinaus sehen lassen. So trieb er allerlei Spuk, bis es den Leuten zu viel wurde.

Sie holten darum einen Mönch, der den unruhigen Geist bannen sollte. Der Priester bannte ihn in das Ellernbruch bei Watzum, befahl aber dem Kutscher, beim Heimfahren sich ja nicht umzusehen.

Der tat dieses aber doch; da blieb ihm die Nase rückwärts stehen, und der Wagen versank im Kulke.

Th. Voges, Sagen a. a. O. S. 293