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Peter von Hagen auf Klein Dahlum

Wo sich heute das Dorf Klein Dahlum befindet, lag in alten Zeiten ein Kloster zu dem 600 Morgen Acker gehörten. Dann ist aber dieses Kloster von Rittern erobert worden und ein Rittergut geworden. Der letzte Besitzer des Gutes hieß Peter von Hagen und ist ein Junggeselle gewesen.

Dieser Peter von Hagen aber ist ein loser und lockerer Bursche gewesen, der alles vertrunken und verjubelt hat. Als man ihn einmal auf seinen Lebenswandel aufmerksam machte, hob er drohend die Fäuste und sagte:
"Wenn ick allet versopen hewwe, dann hewwe ick noch miene Fäuste, mit dä will ick mick schon mien Brot verdeinen."
[Wenn ich alles versoffen habe, dann habe ich noch meine Fäuste, mit denen will ich mir schon mein Brot verdienen.]

Peter von Hagen hat dann zuletzt, als er alles versoffen hatte und ihm nichts mehr gehörte, sein Bündel geschnürt und ist nach Amerika ausgewandert. Von seinem großen Herrenhause aber steht heute nur noch eine Stube; das ist das jetzige alte Tagelöhnerhaus, das zu dem Hofe Nr. 8 gehört.

Von Bauer Ewald Behrens, Kl. Dahlum