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Versteckte Schätze in der Stiftskirche

Das Kloster Königslutter war früher mit vielen Gütern und Schätzen reich gesegnet. Von weither kamen gläubige Menschen nach hier, um sich im Lichterglanz vieler Kerzen vor den kunstvollen Heiligenbildern im Gebet zu bewegen.

Viele goldene Geräte, Kreuze, Becken und Monstranzen, viele silberne Leuchter und andere wertvolle Gegenstände kündeten den Stolz und den Reichtum der Mönche.

In einer bösen Kriegszeit nun wurde auch das Stift Königslutter hart bedrängt. Ein umsichtiger Klosterbruder nahm in der größten Not den wertvollen Schatz und versteckte ihn irgendwo hinter den gewaltigen Quadern des Gotteshauses.

Inzwischen waren viele Jahre ins Land gegangen. Der Mönch war längst verstorben und hatte sein Geheimnis mit ins Grab genommen. Vergebens suchten später viele Menschen nach dem rätselhaften Schatz der alten Mönche.

Es wollten auch welche gewußt haben, daß jener Klosterbruder den Schatz hinter den Weihekreuzen unter den beiden Westtürmen versteckt hätte. Als man aber die Kreuzsteine herausgerissen hatte, wurde in den freigelegten Öffnungen nichts gefunden.

Noch bis auf den heutigen Tag kann man bei genauem Betrachten, die Beschädigungen sehen, die beim Loshauen der Weihekreuze entstanden sind.

Von Kantor Adolf Lüders, Königslutter