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Der Hagelfeiertag in Warle

An einem Fronleichnamstage vor vielen Jahren ist über den Dörfern im Gericht Schöppenstedt ein großes Unwetter heraufgezogen, so daß sich der ganze Himmel verdunkelt hatte.

Dumpf donnerte es von allen Seiten und helle Blitze durchbrachen die Finsternis. Ein starker Wind machte sich auf, und schwere, dunkle Wolken schütteten ihre Regen- und Hagelschauer auf das weite Land, so daß großer Schaden an vielen Gebäuden in den Dörfern, auf den Feldern, Wäldern und in den Gärten entstanden war.

Nur in Warle hatte das Unwetter keinen Schaden angerichtet. Wie durch ein Wunder war das Dorf und seine Gemarkung verschont worden. Das kam aber daher, weil eine alte, fromme Mutter, die in Warle wohnte, beim Heraufziehen des Unwetters den lieben Gott gebeten hatte, das kleine Dorf zu verschonen und zu beschützen.

Die Einwohner von Warle haben dieses Ereignis nie vergessen können und damals gelobt, jedesmal am Fronleichnamstage in der Kirche einen Dank- und Bittgottesdienst abzuhalten, welches bis auf den heutigen Tag noch geschieht.

Von mehreren alten Einwohnern aus Warle