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Die Taternkuhle bei Eitzum

An der Straße, die von Eitzum nach Räbke führt, liegt die Taternkuhle. Wenn in ihr viel Wasser steht, sagen die Leute: "Et gift en guet Jahr".

Früher haben in dieser Kuhle viele Zigeuner mit ihren Familien Rast gehalten und gelagert. Es war dann immer ein farbenprächtiges, buntes Bild.

Oft haben die Tatern hier auch ihre Familienfeste und Hochzeiten gefeiert. Als man einstens vor Jahren die Zigeuner aus dieser Kuhle vertreiben wollte, haben die ganz alten Leute in Eitzum bekundet, daß diese Taternkuhle seit alter Zeit den fahrenden Leuten von jeher zum Aufenthalte gedient habe, und man ihnen dieses Recht nicht streitig machen dürfe.

Die Frauen der Tatern zogen auf die Dörfer und bettelten. Sie haben aber auch den Bauersleuten gewahrsagt. Die Männer aber spielten in den Bauernstuben dem jungen Volke zum Tanze auf.

Die Tatern hatten die schönsten Pferde im ganzen Lande, und selbst der alte Baron von Cramm aus Sambleben hat den Tatern ihre Pferde für gutes Geld abgekauft.

Der Anführer der Zigeuner aber wurde von den Leuten Hauptmann genannt und soll steinreich gewesen sein.

Von Altvater Kückelhahn, Eitzum