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Totengebein

Oft findet man beim Graben und Ausschachten allerlei Knochen und Totengebein. Dieses soll man aber wieder der Erde übergeben und keinen Unfug damit treiben, da es schon in der Bibel geschrieben steht, daß man die Toten ruhen lassen soll.

In Lelm heißt der nordwestliche Teil "dä Eikenbarg". Hier standen früher viele große und dicke Eichen.

Der alte Lehrer Pauselius aus Lelm erzählte folgendes:
In den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fand man dort beim Bauen der Häuser große Eichenstämme und viel Menschengebein. Ein Mann sammelte eine Menge Knochen, um sie zu verkaufen.

Aber in der Nacht darauf fing es im ganzen Hause an zu spuken, und der Spuk wurde jede Nacht ärger, so daß der Mann endlich die Knochen wieder vergrub.

Th. Voges, Sagen, a. a. O., S. 327