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Der spukende Mann bei Esbeck

Heinrich Geubeckes Urgroßvater aus Esbeck diente als junger Bursche in dem nahen Dorfe Büddenstedt als Knecht auf einem Hofe. Sonnabends holte er sich seine Wäsche von seinen Eltern in Esbeck.

Als er nun eines Sonnabends abends nach Büddenstedt zurückgehen wollte und die Aue überschritten hatte, sah er an einem Weidenbaum einen Mann stehen. Er sagte zu ihm:
"Wenne wut, kumm midde!"

Doch kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, da bekam er eine Ohrfeige, daß ihm Hören und Sehen verging und er schnell nach Büddenstedt lief. Als er am anderen Morgen sein Wäschebündel suchte, das er verloren hatte, fand er es wohlbehalten am Weidenbaum hängen.

In Zukunft sah er zwar jedesmal den Mann am Weidenbaum stehen, wenn er abends dort vorüberkam, aber er redete ihn niemals wieder an und wurde infolgedessen auch nicht wieder belästigt.