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Der Schäferstein im Löhnebruch


Im Bornumer Löhnebruch steht ein alter Gedenkstein von einem Schäfer, der hier vor mehr denn hundert Jahren zu Tode gekommen ist. Hierüber wissen aber die Alten folgendes zu sagen:

Bei einem Gewitter stellte sich ein Schäfer mit seiner Herde unter einen Eichenbaum, um Schutz vor Regen, Sturm und Blitz zu haben. Auf einmal schlägt ein Blitz in den Eichenbaum hinein, fährt dem Schäfer durch den Kopf und kommt aus den Füßen wieder heraus. Der Hirte aber war sofort tot.

Als nun des Abends der Schäfer mit der Herde nicht nach Hause kam, ging man hinaus, um zu sehen, was für eine Ursache das Fernbleiben habe. Da steht der Hirte an einem Eichenbaum auf seinem Stab gelehnt, die Schafe um sich geschart. Wie man ihn anspricht, antwortet er nicht, und wie man ihn berührt, fällt er stocksteif um.


Zur Erinnerung aber an diesen seltsamen Tod hat man den Gedenkstein hier an dieser Stelle errichtet. Die Leute aber in den Dörfern am Elm sagen daher bis auf den heutigen Tag, daß man bei einem Gewitter sich nicht unter eine Eiche stellen soll, sondern die Buche suchen soll, denn in diese soll es nicht einschlagen.
Steininschrift:

AO 1680 D 18 MAY IS
DURCH VERHANGNIS
GOTTES DES KVH
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Von Schneidermeister Otto Luer, Destedt