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Kämmerer Gerecken's Haus


Kämmerer Gehreckens Haus in der Marktstraße Königslutter Auf der Marktstraße in Königslutter, an der Mittelgasse, liegt des alten Stadtkämmerer Gerecken Haus. Kam man früher die hohen Trittsteine herauf, die zur Haustür führten, so war an derselben eine Klingel, an der die lutterschen Kinder immer gezogen haben.

Dann kam eine alte Frau raus und schimpfte mit lauter Stimme hinter die bösen "Kram'm" her.

In dem Hause ist oben eine alte Fensterscheibe gewesen, in der mit einem Diamanten ein französischer Reim eingeritzt war. Man sagte hiervon, daß in der Franzosenzeit ein Soldat hier in Quartier gelegen habe, der sich in ein luttersches Mädchen verliebt habe, und diesen Vers dem Mädchen und seiner Liebe zum Gedenken eingeritzt habe.

Bei Gerecken unterm Hause sollen auch drei Keller gelegen haben. In dem unteren war ein großes Foltergerüst.

Hier sollen in alten Zeiten die Diebe und Hexen gefoltert worden sein.

Andere Leute sagen auch, daß dieses Haus mit der alten Burg Lutter, dem heutigen Amtsgericht, durch einen unterirdischen Gang verbunden gewesen sei.

In dem Hause sei daher in alter Zeit ein tiefes Verlies im Keller

Von Frl. Sophie Fricke, Königslutter