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In Eitzen hät se Tied! [In Eitzen haben sie Zeit!]

In Eitzen hät se Tied, dat sejjet dä Lüe an' Elme. Vorr Jahren lewe in Eitzen en Jemeindevorrsteher, dä kreje vonne Kreisdirektion ut Wulwenbüttel en Schriewen, daroppe stund met roer Dinte "cito" e'schrewen.

Da late de Vorrsteher dat Schriewen lijjen. Wie hei nu naner ganzen Wiele wäer en' Schriewen kreij, woroppe "cito, cito" e'schrewen stund, lejje hei düt bie dat annere da bie.

Als awer danne en Inspektor na Eitzen kam', dä mächtig schimpen dei, warumme dä Vorrsteher denne düsse eiligen Breife nich beannewört herre, meine dä Jemeindevorrsteher tau öhne:
"Wat denne, da stunne doch 'cito' droppe, un dat, denke ich het doch 'tied' - un darumme hewwe ick dä Schriewen ok noch nich beannewört."

[In Eitzen haben sie Zeit, das sagen die Leute am Elm. Vor Jahren lebte in Eitzen ein Gemeindevorsteher, der bekam von der Kreisdirektion aus Wolfenbüttel ein Schreiben, darin stan mit roter Tinte "cito" geschrieben.

Da ließ der Vorsteher das Schreiben liegen. Wie er nun nach einer ganzen Weile wieder ein Schreiben bekam, worin "cito, cito" geschrieben stand, legte er es neben das andere.

Als aber dann ein Inspektornach Eitzen kam, der mächtig darüber schimpfte, dass der Vorsteher diese eiligen Briefe nicht beantwortet hatte, meinte der Gemeindevorsteher zu ihm:
"Was denn, da stand doch 'cito' drauf, und das, denke ich, heißt doch 'Zeit' - und darum habe ich die Schreiben auch noch nicht beantwortet."]