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Papplutter

Tau Königslutter an' Elme sejjet dä Lüe in' Lanne Bronswiek "Papplutter". Da midde wüllt se awer dä Lutterschen nur ärjern un inne Brast bringen.

Dä Name kümmt daher, dat in Lutter fräuer dat gue Ducksteinbeier e' bruut wörre. Wenn nu dä Schum von' Beier oppen Stauhl oder en Schemel ropper e' kippet wörre, dan klewe einen dä Hosenbodden an' Sitze fest, wennen sick daropper setten dä.

Dä lutterschen Schauster hat sick ok vunne Bruers extra dütt dickflüssige Beier e' halt, un dat twischen dä Schausohlen e' schmärt, denn da gung in Lutter un inne umliejenden Elmdörper dä Glowe, dat danne dä niejen Schaue nich knarren däen.

Datau sejjen dä Schauster danne: "wie wüllt Pappe klewen", un davonne har nu Lutter sienen Namen "Papplutter" bekomen.

[Zu Königslutter am Elm sagten die Leute im Land Braunschweig "Papplutter". Damit wollen sie aber die Lutterschen nur ärgern und in Wut bringen.

Der Name kommt daher, dass in Lutter früher das gute Ducksteinbier gebraut wurde. Wenn nun der Schaum vom Bier über einen Stuhl oder Schemel gekippt wurde, dann klebte einem der Hosenboden am Sitz fest, wenn man sich drauf setzte.

Die lutterschen Schuster haben sich auch von den Brauern extra das dickflüssige Bier geholt und das zwischen die Schuhsohlen geschmiert, denn da ging in Lutter und in den umliegenden Elmdörfern der Glaube um, dass dann die neuen Schuhe nicht knarren würden.

Dazu sagten die Schuster dann: "wir wollen Pappe kleben", und daher hat Lutter nun seinen Namen "Papplutter" bekommen.]