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Der Teufel und die Tabakpfeife

Gegenwärtig will kein Mensch mehr an den Teufel glauben. Früher ließ er sich aber öfter sehen und holte diese und jenen.

Es kam mal abends im Schummrigen der Groß Dahlumer Förster über den "Räbschen Stiege". Da traf er jemanden, blieb bei ihm stehen und wünschte ihm einen guten Tag. Der Förster wünschte ihm auch einen guten Abend und blieb auch stehen.

Als er den Fremden ein wenig hinken sah, schaute er auf seine Füße. Da wurde ihm ein Pferdefuß gewahr, und nun wusste er bescheid: das musste der Teufel sein.

Wenn es ihm nun auch eisig den Rücken herunterlief, so hatte er doch keine Furcht, er war ein stämmiger Kerl und nham es mit jedem auf. "Du", sagt da der Teufel, "was trägst du denn da für ein putziges Ding auf deiner Schulter?" -
"Das ist meine Tabakpfeife", sagt der Förster und nahm seine Flinte in die Hand.
"Hm, rauchen möchte ich wohl auch einmal", meinte der Teufel.
"Da kannst du zu kommen", antwortete der Förster, und dabei steckte er dem Teufel die Mündung ins Maul, "du sollst auch gleich Feuer haben".

Dabei zog er den Hahn auf und drückte ab. Der Teufel prustet, spuckt aus und rief:
"Fudichkan! Der Tabak ist mir zu stark", und damit machte er, dass er wegkam.