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Der ruhelose Förster von der Ampleber Kuhle

In der Ampleber Kuhle, nördlich des Dorfes Ampleben, dem Elme zu, stand früher ein altes Forsthaus, mit dem ein Krug verbunden war.

Hier lebte vor vielen Jahren ein Förster, der immer mit einem weißen Schimmel durch die Waldungen des Elmes ritt. Er liebte den Wald mehr denn Weib und Kind, und wollte man ihn einmal sprechen, war er immer unterwegs.

Da sagte seine Frau einmal zu ihm:
"Na, du hast woll nich eher Rauh', bett datt de in'n Grawe liehst?"
["Na, du hast wohl nicht eher Ruhe, bis dass du im Grabe liegst?"]
Aber der Förster lachte nur und antwortete:
"Da will ick geren bett in alle Ewigkeit rien."
[Da will ich gern bis in alle Ewigkeit reiten]

Oft nach seinem Tode ist er Leuten im Elme begegnet und mit "heißo! hoho!" ging es mit seinem Schimmel durch Busch und Strauch, über Stock und Stein durch die Berge und Täler des nimes.

Erzählt von Wegewärter i. R. Friedrich Gold, Ampleben.