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Der tolle Junker von Cramm aus Sambleben

Berno von Cramm war ein toller Reiter. Kein Graben war zu breit und zu tief und kein Hügel zu hoch für des tollen Junkers Pferde.

Er hat ein wüstes Leben geführt und ist oft mit einer Kutsche, bespannt mit vier Pferden, nach Braunschweig gefahren und hat dort Karten gespielt und sein Geld verjubelt.

Von allen Waidmännern am Elm war der Junker Berno als ein geübter Jäger gekannt und geachtet. Oft ritt er in den Elmwaldungen und hat im Reiten manches Wild erlegt.

Eines Nachts kam er früher wie sonst nach Hause, ließ sich sein Pferd satteln und ritt wie wild nach dem Elme hinauf. Kurze Zeit danach fand man ihn mit gebrochenem Genick tot auf. Andere sagen auch, er habe sich erschossen.

Im Eulenwinkel liegt sein Grab. Hier hat er oft gestanden und ins Land hinausgeschaut und immer gesagt, daß er hier einmal begraben liegen möchte.

Wenn des Nachts Leute vom Elm runterkamen, oder noch spät in der Feldmark am Walde waren, haben sie oft erzählt, dem tollen Junker Berno auf einem Rappen begegnet zu sein.

Er hat wegen seines unsteten Lebenswandels im Grabe keine Ruhe und reitet daher noch heute ruhelos im Elm umher.

Erzählt von Altmutter Zappe, Sambleben, sowie vielen Bewohnern von Ampleben, Sambleben und Eitzum.