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Märt im Pfarrhause

In Ampleben oder Sambleben, genau ist das nicht mehr zu sagen, hat mal vor Jahren ein junges Mädchen im Pfarrhause gedient.

Zu dem Mädchen ist nun des Nachts oft eine unheimliche Märt durchs Schlüsselloch in die Kammer gekommen. Die Märt sah aus wie ein widerliches Tier und hat sich auf das Mädchen gelegt, so daß dieses keinen Laut von sich geben konnte.

In ihrer Angst hat sie dieses nun einmal in der Spinnstube erzählt, da riet ihr eine alte Frau, sie soll ihre Schuhe verkehrt vors Bett stellen, so daß der linke rechts, der rechte aber links stehe.

Als sie dieses nun fortan getan, ist die Märt nicht wieder gekommen.

Von Altmutter Starke, Stift Königslutter