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Der Hexenberg bei Königslutter

An der Helmstedter Straße in Königslutter, dem Driebenberge zu, dort, wo heute ungefähr die Sägewerke von Langbecker auf dem Driebenberge liegen, lag vor Jahren der alte Hexenberg des Amtes Königslutter.

Hier wurden in alter Zeit die Hexen von Königslutter und die des Amtes verbrannt. Der Feuerschein soll dann bis weit nach Helmstedt hin zu sehen gewesen sein.

Viel Volk ist dann von weit her nach Lutter gekommen, um dem grausigen Schauspiel beizuwohnen.

Eine alte Hexe hatte mit dem Teufel ein Bündnis. Sie soll ihres Nachbars Kühe verhext haben, so daß die Milch stets rot und giftig gewesen ist.


Hexe auf dem Weg zum Blocksberg Auch sagte man ihr nach, sie sei in der Walpurgisnacht auf einem Besenstiel zum Blocksberge geritten, um hier mit dem Teufel und anderen Hexenweibern zu feiern und zu tanzen.
In Lutter auf dem Amte hat man ihr dann den Prozeß gemacht. Auf dem Hexenberge ist sie dann lebendig verbrannt worden.

Die Leute haben von dem Scheiterhaufen Asche mit nach Hause genommen und in ihre Ställe gestreut. Man sagt, das sei ein gutes Mittel gegen Hexenspuk und böse Krankheiten gewesen.

Von Kantor Adolf Lüders, Königslutter.