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Hexe Pape in Veltheim an der Ohe

Die alte Pape'sche in Veltheim an der Ohe, die im vorigen Jahrhundert dort gelebt hat, war eine große Hexe und konnte gut hexen.
Sie gab einem Knaben einen Apfel zu essen, da schwoll diesem, nach dem er den Apfel gegessen hatte, das Gesicht so sehr an, daß ihm das eine Auge ganz aus dem Kopfe quoll.

Ein Mädchen, dem Frau Pape eine Pflaume schenkte, schwoll darob die Brust so an, daß sie an den Folgen sterben mußte.

Als sich die Pape'sche im Kruge zu Veltheim einmal ein Messer auslieh, um damit Salat zu schneiden und das Messer später wieder zurückgeben wollte, nahm die Jungfer im Kruge dasselbe aber nicht an, denn sie befürchtete, daß ihr dadurch von der Pape Unheil drohe.

Da war aber die böse Frau Pape so wütend, daß sie das Messer auf den Boden warf. Aber oh Schreck, das Messer verschwand sofort in der Erde.

Als die böse Hexe Pape aber sterben wollte, hat sie vorher drei Jahre lang krank darnieder gelegen. Dabei war sie ganz zusammen gezogen, sodaß die Fersen ihr unter dem Gesäß gelegen haben.

Andree, a. a. O. S. 383