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Mittel gegen das Verhexen von Schweinen

In Hemkenrode am Elm gingen vor Jahren oft Schweine im Dorfe kaputt. Die Bauern waren darob ganz unglücklich.

Da ging man zu einem weisen Mann, der in dem Rufe stand, mehr zu können wie gewöhnliche Sterbliche und frug diesen um Rat. Der weise Mann riet nun, von einem krepierten Tiere einen Schinken zu nehmen und diesen mit Knopfnadeln zu bestecken und in den Schornstein zu hängen. So wie der Schinken einschrumpfe, so würde der Hexer eingehen.
"Ihr müßt ihn aber, wenn er dann zu euch kommt, nicht ins Haus hinein lassen, sonst geht ihr selbst zugrunde."

Ein Bauersmann wandte dieses Mittel nun an und hing einen Schinken in seinen Räucherschornstein. Es dauerte nur wenige Tage, da kam ein Mann aus Hemkenrode, den alle Leute im Dorf gut kannten. Er klopfte und bat um Einlaß und ob man ihm nicht einen Schluck Wasser geben könne.

Aber man hat dem Hexenmeister die Türe vor der Nase zugeschlagen und diese dann verschlossen, so daß derselbe nicht hinein konnte.

Bald darauf ist der böse Hexenmeister elendig umgekommen. Im Dorfe aber hatte man nun Ruhe vor Hexerei.

Von Frau Hoyer, Hemkenrode