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Mittel gegen das Verhexen von Vieh

Um das Jahr 1860 herum lebte in Klein Schöppenstedt ein Mann namens Ilenburg, der sich später erschoß und von dem man allgemein glaubte, daß er dem Vieh "wat andaun" könne. Schon wenn sein Blick auf das Vieh fiel, mußte es krepieren.

Als dem Halbspänner Ehlers daselbst mehrere Kühe erkrankten, wurde Ilenburg wieder als Ursache hingestellt und Ehlers ging zum Scharfrichter Uter nach Königslutter.

Dieser riet, daß der Übeltäter zunächst einmal zitiert werden müsse. Dazu solle Ehlers siebenerlei Holz von siebenerlei Zäunen holen und um Mitternacht in einem Kessel Wasser kochen. Das ließe aber dem Hexenmeister keine Ruhe, er müsse erscheinen und Abbitte tun.

(vgl. Richard Andree, a. a. O. S. 386)