Startseite -> Index

Dä Spinnewebmann

Ne Vertellje ut ainen olen, bronswiekschen Buerhus

Wenn et in'n Huse duster ward, un dä Schummerije annebroken is, dann duert et nich mehr lange, un dä Spinnewebmann kümt in't Hus rinner.

Hai luket naer rechten und naer linken Siete, un swupp die wupp knarrt lieseken dä Dör inne Angeln, un dorchen Dörspalt isse inne Küche rinn e'hucket.

Hai is ganz stille, un sett sick inne Ecke, da wo dä Herd midden Schorrstien tausammen stött, un wo dat Loch inne Wand is, worinn se immer dä Drahnfunzel stellen daut. Dä Katte snurrt, un licket sick öhre Poten.

Newen an in' Stalle klirrt ne Kedde anne Hille. Dä Spinnewebmann is old un grau, un keiner wett sau recht, wie old hai eijentlich is. Et hat öhne ok sau Ooge in Ooge noch neiner tau sain e'kreejen.

Use Grotmudders hewet öhren Teijefinger inn Höh', un sejjt tau dä Lüttjen:
"Siet ja hübsch artig, un maket kein dummet Tüch, damidde je dän Spinnewebmann ja nich vergrulen daut. Dä is schon saiht Minschenjedenken bie us tau Huse, un et gift grotet Unglücke un en groten Specktakel, wenn hai oppen mal nich mehr da sein wörre."

Dä Lüttjen kieket sau niepe inne Weltschichte rinner, holt öhre Puppenlinner feste in'n Arm, un Grotmudders vertellt dä veelen, olen Jeschichten ut der Tied, as se sülwest noch en lüttjet Mäken e'west wörre, un oppen Howwe, vorren groten Schuer noch dä dicke, ole Eikenboom stunnen dä...

Heinz-Bruno Krieger 1977