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Dä späukende Hase

Miene Grotldern wohnen um 1885 in Uhry. D Grotvader arbeie oppen Gute, un was nebenbie Postbote un Depeschendrger.

Awerst d meiste Tied moste seine Frau los, und d Depeschen oppe Drper uttragen. Wenn nu mal wer eine Depesche na Ossendorp oer na lttchen Steimen e'brocht wern moste, dann gung miene Grotmudder jmmer den Hebammenstieg dorchet Rottlof.

Sai kam danne, wenn dat Holt vorbie was, ower ainen Krzweg, d an' Enn det Holtet lag.

Oft vertelle sai noch Jahrtainte spder hren Kinnern un Enkelkinnern, dat et hr, kaime sai an dssen Krzweg, immer ganz isig tau Mute e'west wrre. Sai beaile sick denne, dat se ja hille hier dorchet kam. Op dssen Krzweg was et nmlich nich jeher!

Ich hewwe denne mal miene Grotmudders e'fragt, wat denne da nich jeher e'west wrre. - Da vertelle sai mick dsse Jeschichte:

D Vorgnger as Depeschendrger is ainmal um Middernacht owern Krzweg e'gahn. Pltzlich wrre ain groter Hase ganz sachteken duernd vorr siene Fute rummer e'hoppelt.

Wie d Depeschendrger nu gar nich vorbie knne, herre hai na den Hasen, mid sienen Stewwel e'poset. Un as dat ok nist hlpen d, hrre hai den grozen Hasen int Schlawittchen e'fat, um ne denne wegtausleudern.

Da awer hrre d Hase sick oppenmal e'wehrt. Hai hat den Depeschenminsche den ganzen Unnerarm kaputt e'kratzet un opperetten.

Dann is d Hase hille retour e'maket - un weg wasse. Wenige Dage danah is d Depeschenkerel dot e'west.

D Hase awer, so maine Grotmudder, wrr nein anderer e'west as d Dwel slwest! - Hai hrre in sienen Krallen Gift e'hft!

Miene Grotmudder, d aine gaue un fromme Frau was, sejje noch tau mick: wenne mal in' dienen Lewen etwat tau saihen krist, wat dick nich jeher tau sein schient, rhre dat ja nich an!

Sejje dann stille vorr dick henn:
"Lat gahn, wat gaiht,
lat stahn, wat staiht,
wenn et dick nist daiht."

Grotmudder Schulze was aine jeborene Grotrian. Sai is Nejjentainhunnertainundrttig in Spplinge, in lder von veierunsebbentig e'storben.

Erzhlt vom Bundesbahnbeamten in Ruhe Alwin Schulze, Knigslutter, Hagenhof